16. Dezember 2019

In Zusammenarbeit mit dem Journalisten Henry Stern können wir nun den dritten Band der Willebadessener Historischen Schriften vorlegen: 

„Viktor Stern. Entrechtung und Verfolgung eines Willebadessener Juden im Nationalsozialismus“.

Henry Stern beschreibt darin die Lebensgeschichte seines 1914 in Berlin geborenen Vaters Viktor Stern.  Dessen Vater stammte aus Willebadessen, weshalb Viktor, der sich diesem Ort stets verbunden gefühlt hat, dort viele Sommer bei seiner Tante Rosalia Stern verbrachte, die einen Kolonialwarenladen betrieb.

Viktor gewann hier zahlreiche Freunde und fand auch seine erste Frau in Willebadessen. Doch der 1933 im Deutschen Reich an die Macht gekommene National-sozialismus hatte wie überall Folgen für das Leben der jüdischen Mitbürger. Als sogenannter Halbjude verlor Viktor Stern im September 1933 seine Stellung bei den Berliner Verkehrsbetrieben. Da auch sein Vater seine Arbeit bei der Post verlor, beschloss die nun Einkunftslose Familie, zu Rosalia Stern nach Willebadessen zu ziehen. Doch auch hier machte sich der Einfluss der Nationalsozialisten bemerkbar, Kunden blieben dem Kolonialwarenladen fern, es gab antisemitische Schmierereien am Stern’schen Haus sowie die Schändung des kleinen jüdischen Friedhofs am Schleisenberg.

Doch ebenso gab es Zeichen der Solidarität mit den jüdischen Mitbürgern, etwa durch heimliche Käufe. Ausschreitungen zum Novemberprogrom wurden durch mutige junge Männer verhindert, die den von Dorf zu Dorf ziehenden Schlägertruppen Schwierigkeiten androhten. 

Dennoch blieb die Familie Stern nicht vom Holocaust verschont. Zahlreiche Mitglieder emigrierten oder starben im Vernichtungslager. Auch Viktor Stern blieb nicht verschont, doch er überlebte und kehrte noch oft in das Eggestädtchen zurück.

 

Die Schrift ist für 4,95 € im Antiquariat Mephisto in der Maschinenstraße 6 in Willebadessen zu erwerben oder über den Buchhandel.


14. September 2019

Ortsbegehung zum "Kriegsende 1945"


13. Juni 2019

Planungstreffen zum Film-Projekt


31. Mai 2019

Am heutigen Freitagabend fand unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt.

Wir blickten zurück auf das Jahr 2018 und die vergangenen Veranstaltungen der HG.

Hervorzuheben war dabei die Ausstellung „Wisa von Westfalen“, die auf gute Resonanz gestoßen ist und 750 Besucher verzeichnen konnte.

Nachdem der Bericht des Vorstands abgeschlossen war, befassten wir uns mit der angekündigten Satzungsänderung und den Wahlen der Kassenprüfer. Beide wurden in ihrem Amt bestätigt.

Im Anschluss wurden die einzelnen Projekte des Vereins angesprochen und wiederholt auf die Problematik hingewiesen, dass wir nach wie vor keine geeigneten Räume für das Heimatmuseum finden konnten und somit weiter auf der Suche nach einem Ausstellungsraum sind.

Des Weiteren wurden die aktuellen Buchprojekte besprochen, die derzeit noch im Hintergrund erarbeitet werden und in den nächsten Wochen und Monaten fertig gestellt werden sollen.

Ebenso wurde ein Film-Projekt angeregt, zu dessen genauem Thema sich eine Arbeitsgruppe in Kürze treffen wird.

Alles in allem liegt – auch mit der Umsetzung der in diesem Jahr noch ausstehenden Termine – einiges an Arbeit auf dem Tisch, die wir gerne angehen.

Gefreut hat uns, dass wir bis Dato zwei weitere neue Mitglieder verzeichnen konnten.

 

Nach wie vor können sich interessierte Geschichtsfreunde gerne bei uns melden oder zu den angegebenen Treffen vorbeischauen. Eine Vereinsmitgliedschaft ist hierfür nicht erforderlich, auch wenn wir uns natürlich über Mitgliederzuwachs freuen.


29. März 2019

Erneut trafen wir uns zu einem geselligen Stammtisch und hatten in gemütlicher Runde einiges zu besprechen. Neben ein paar Formalitäten über die Erreichbarkeit von Email-Adressen, auf die weiterhin Einladungen geschickt werden sollen, besprachen wir anstehende Projekte, wie etwa die noch laufende Aufarbeitung einer Chronik Altenheerses und das weitere Vorgehen für die Herausgabe des Textes von Henry Stern.

Angesprochen wurde auch die Teilnahme an dem durch den Ortsbürgermeister angeregte Zusammenkommen der ortsansässigen Vereinsvorstände zur verbesserten Kommunikation untereinander.